Psychotherapeutische Praxis Winja Buss
 Analytische und tiefenpsychologisch-fundierte Gruppen- und Einzeltherapie
 
 
 

Psychodynamische Gruppentherapie 


Eine Grundannahme der psychodynamischen Gruppentherapie ist, dass seelische Störungen und ihre Auswirkungen in den entsprechenden Symptomen und in immer wiederkehrenden Beziehungsproblemen ein Ergebnis von belastenden Erfahrungen sind, die die Einzelne nicht angemessen erarbeiten und integrieren konnte. Diese Kernkonflikte, die hinter den Symptomen liegen, zeigen sich auch im Umgang mit anderen Gruppenteilnehmern und können dort wahrgenommen und durchgearbeitet werden. Hier wird fachlich auch von der Gruppenmatrix gesprochen. 

Gruppentherapie und Einzeltherapie sind gleichermaßen wirksam. Es gibt jeweils Vor- und Nachteile und Indikationen, die eher für eine Einzel- oder eine Gruppentherapie sprechen. Gruppentherapie ist vor allem dann sehr gut und auch besser geeignet als Einzeltherapie, wenn Sie unter den folgenden Problemen leiden: 

Soziale Ängste

Schwierigkeiten Emotionen zu fühlen 

Immer wiederkehrende zwischenmenschliche Muster/Konflikte 


Ziel einer psychodynamischen Gruppentherapie ist eine vertiefte Selbsterkenntnis und persönliche Weiterentwicklung in zwischenmenschlichen Beziehungen, um besser zu verstehen, wie Sie mit anderen Menschen in Beziehung treten und um in zwischenmenschlichen Beziehungen seelische Konflikte besser erkennen und bewältigen zu können.


Zentral für diesen Prozess ist ein neugieriger Blick auf sich selbst in Beziehungen. Gemeinsam mit der Gruppe erforschen wir Fragen wie:

  • Wie werde ich von anderen erlebt und wie kommt das?
  • Mit welchen frühen Beziehungserfahrungen und inneren Erwartungen mag das zu tun haben?
  • Wie erlebe ich andere in ihrer Beziehung zu mir und wie kommt das?

Dieser Prozess gelingt am besten, wenn Sie mit der Gruppe über die Themen und Gefühle sprechen, über die Sie nur ungern sprechen und die eventuell mit Schamgefühlen verbunden sind.


Ein großer Vorteil in Gruppentherapien ist die therapeutische Arbeit mit anderen Ähnlich-Betroffenen. In der Wirksamkeitsforschung zur Gruppentherapie zeigt sich sehr klar, dass Rückmeldungen von anderen Gruppenteilnehmenden viel nachhaltiger wirksam sind, als wenn ein Therapeut oder eine Therapeutin sie geben. 

Wichtig ist auch, dass nicht allein die Durcharbeitung der jeweils eigenen Problematik in der psychodynamischen Gruppentherapie hilfreich ist, sondern auch die direkte Auseinandersetzung mit den Anderen, die Beobachtung der Beziehungsabläufe im Rahmen der Gruppe, zwischen Einzelnen, in der Gesamtgruppe und auch in der Beziehung zum Therapeuten/zur Therapeutin. 

Die psychodynamische Gruppentherapie macht oft deutlich, wie sehr wir Menschen in unserer Kultur isoliert sind. Die guppentherapeutische Arbeit hilft die gesunden Ich-Anteile in jedem zu mobilisieren, die häufig in der Isoliertheit der eigenen Lebensbezüge nicht wirklich zum Tragen kommen. So kann für viele auch ein Teil der blockierten Persönlichkeitsentwicklung durch die Gruppe nachgeholt werden.

Für eine solche Entwicklung braucht es allerdings Zeit, deshalb sind die psychodynamischen Gruppentherapien in dieser Praxis Langzeittherapien und Sie sollten mit einer Behandlungszeit von 2 -3 Jahren rechnen. Verlässt ein Gruppenmitglied die Gruppe, kann eine neue Person in die Gruppe integriert werden. 

Die Teilnahme an einer Gruppentherapie setzt eine absolute Verschwiegenheit (Schweigepflicht) voraus. Die Teilnehmer*innen stellen sich nur mit Vornamen vor und das, was in der Gruppe besprochen wird, ist streng vertraulich. Dies gilt selbstverständlich auch für die Zeit nach Beendigung der Therapie.